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Trainingssteuerung von Mittel- & Langstreckenläufern im (Höhen-)Trainingslager

Trainingssteuerung von Mittel- & Langstreckenläufern im (Höhen-)Trainingslager

Intensitätsvorgabe

In Trainingslagern wird der Umfang und/oder die Intensität des Lauftrainings bewußt erhöht um die Laufleistung weiter zu steigern. Häufig führt eine (abrupte) Steigerung des Umfangs und der Intensität insbesondere im Höhentraining zu Schlafmangel, Unwohlsein, verringerte Leistungsfähigkeit, Infektanfälligkeit etc..

Die vorliegende Studie zeigt eine mögliche Strategie mit welchen (einfachen) subjektiven und objektiven Biomarkern Überlastungserscheinungen oder gar „Übertraining“ vermieden und die Leistung gesteigert werden können.

Dazu hat die Arbeitsgruppe während eines Höhentrainingslagers (ca. 2200 müNN) täglich mehrere subjektive und objektive Biomarker erhoben und wenn  zwei der Parameter außerhalb der individuellen „Normwerte“ lag wurde die darauffolgende Trainingseinheit (in Absprache mit den Trainern & Athleten ) entsprechend modifiziert (siehe Abbildung unten).

Steuerparameter – Kriterien

Letzlich gibt es nicht einen oder zwei besonders „gute“ Steuerparameter. Es kommt vor allem  auf eine „geschickte“ Auswahl an Steuerparamtern an, die eine datengestütze Entscheidung (z.B. weniger oder mehr Trainingsintensität-/umfang) erlauben. Steuerparameter sollte nach folgenden Kriterien ausgesucht werden:

  • „sinnvoll“ gewählt sein, d.h Aussagen über die „Belastung“ (Muskulatur, Immunsystem, Psyche, etc.) geben;
  • leicht anwendbar und empfindlich genug genug sein;
  • zeitnah auswertbar sein (idealerseide sofort mittels POCT oder tragbarer Sensorik);
  • nicht zusätzlich ermüden;
  • so nicht-invasiv wie möglich anzuwenden sein.

 

Subjektive und objektive Belastungsmarker im Trainingslager. Bild entnommen aus: https://physoc.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.14814/phy2.12845

Subjektive und objektive Belastungsmarker im Trainingslager. Bild entnommen aus: https://physoc.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.14814/phy2.12845

Fazit:

Die angewendete Strategie führte zu einer Steigerung der Laufgeschwindigkeit an der der 3 mmol Laktatschwelle und kein Athlet zeigte Anzeichen von Übertraining, Schlafmangel oder infektiösen Krankheiten.

 

 

 

→ Weitere Informationen (Externer Link)